Goldene Regeln für den Umgang mit Kindern

  • Verwöhne mich nicht. Ich weiß ganz gut, dass ich nicht alles, was ich verlange, haben muss. Ich teste dich ja nur.
  • Hab‘ keine Angst, mit mir bestimmt umzugehen. Ich ziehe es vor, dann weiß ich woran ich bin.
  • Zwinge mich nicht. Das lehrt mich, dass nur Macht zählt. Ich reagiere besser auf Anleitung.
  • Sei nicht wechselhaft. Das verwirrt mich, und ich versuche desto mehr, alles zu erreichen, was ich will.
  • Mach keine Versprechungen. Es könnte sein, dass du sie nicht einhalten kannst, das erschüttert mein Vertrauen zu dir.
  • Falle nicht auf meine Herausforderungen hinein, wenn ich etwas sage oder tue, nur um dich aus der Fassung zu bringen. Dann werde ich nämlich versuchen, noch mehr solche Siege zu erringen.
  • Sorge dich nicht zu sehr , wenn ich sage „Ich hasse dich“. Ich meine es ja nicht so, ich möchte nur, dass es dir leid tut, wenn du mir etwas angetan hast.
  • Mach nicht, dass ich mich kleiner fühle, als ich bin. Dann werde ich mich nämlich wie ein toller Kerl benehmen.
  • Tu nichts für mich, was ich selber auch tun könnte. Ich fühle mich sonst wie ein Baby und werde dich weiter in meinen Dienst stellen.
  • Befasse dich nicht zu sehr mit meinen schlechten Gewohnheiten, das veranlasst mich, sie zu behalten.
  • Korrigiere mich nicht vor anderen Leuten. Es beeindruckt mich viel mehr, wenn du ruhig und allein mit mir sprichst.
  • Versuche nicht, mein Benehmen während eines Streites zu besprechen. Aus bestimmten Gründen kann ich zu dieser Zeit nicht so gut zuhören, und meine Mitarbeit ist noch schlechter. Du kannst ja handeln, aber besprechen sollten wir es später.
  • Versuche nicht zu predigen. Du wirst dich wundern wie gut ich weiß, was richtig und falsch ist.
  • Nörgle nicht. Um mich zu schützen, muss ich tun, als ob ich taub wäre.
  • Sag mir nicht, dass meine Fehler „Sünden“ sind. Ich muss lernen Fehler zu machen, ohne zu glauben, dass ich deshalb schlecht bin.
  • Verlange keine Erklärung für mein falsches Benehmen. Ich weiß wirklich nicht, warum ich es getan habe.
  • Stelle meine Ehrlichkeit nicht in Frage. Ich bekomme leicht Angst und erzähle Lügen (Märchen).
  • Vergiss nicht, dass ich gerne Experimente mache. Ich lerne davon, also lass mich doch.
  • Schütze mich nicht vor den Folgen. Ich muss aus Erfahrung lernen.
  • Schenke meinen kleinen Leiden nicht so viel Aufmerksamkeit. Es könnte sein, dass ich sonst eine schwache Gesundheit schätzen lerne, weil sie mir so viel Aufmerksamkeit einbringt.
  • Entziehe dich nicht, wenn ich etwas wirklich wissen will. Sonst wirst du merken, dass ich aufhöre zu fragen und mir meine Antworten woanders suche.
  • Beantworte dumme und bedeutungslose Fragen nicht. Ich möchte dich nur mit mir beschäftigen.
  • Denk nicht, es sei unter deiner Würde, dich bei mir zu entschuldigen. Eine ehrliche Entschuldigung erzeugt in mir warme Gefühle dir gegenüber.
  • Deute nie an, dass du perfekt oder unfehlbar bist. Du wärst ein zu großartiges Vorbild für mich.
  • Sorge dich nicht, dass du zu wenig Zeit für mich hast. Was zählt ist, WIE wir diese Zeit verbringen.
  • Werde nicht ängstlich, wenn ich mich fürchte. Denn dann werde ich noch furchtsamer. Zeig mir lieber Mut.
  • Vergiss nicht, dass ich ohne sehr viel Verständnis und Ermutigung nicht gedeihen kann. Aber das brauche ich dir doch gar nicht zu sagen. Behandle mich, wie du einen Freund behandelst, dann werde auch ich dein Freund sein. Denke daran, dass ich mehr von einem Vorbild als von einem Kritiker lernen kann.